Foto: Sangmeister
Vererbungsdaten:
gekörte Hengste:

erster Deckeinsatz 1987
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Abstammung:
Als der Vater Paradox I 1966 an das Landgestüt kam, war er als deutlich reitpointierter Halbbluthengst für den damaligen Geschmack eigentlich zu edel und gewiß nicht unumstritten. Gerade deshalb kam er aber gerade zur rechten Zeit um die Umgestaltung des Westfalen alter Prägung zum modernen Sportpferd voranzutreiben. Er wurde zum Stempelhengst, lieferte bislang 18 Beschäler (darunter 13 LdB in Warendorf - z.B. Palisander, Palast, Parcours, Portofino (S. 262) und Parademarsch I und II), an die 200 Hauptbuchstuten (u.a. die Siegerstuten Pik Dame und Pandura, DLG-Siegerin 1989) und für den Turniersport über 100 Dressurpferde sowie mehr als 300 Springpferde von teilweiser internationaler Klasse (Palma Nova, PaIm Springs, Pardon, Piquet, u.v.a.m.). Parademarsch entstammt zudem einer überragenden Mutterlinie: Die Mutter St.Pr.St.Dahlie brachte auch den Vollbruder LdB Parademarsch II und ist eine Vollschwester des sehr erfolgreichen LdB Damenstolz (S. 96) - Vater von Siegerhengsten, Leistungssiegern, Elitestuten und talentierten Reitpferden. Urgroßmutter St.Pr.St.Eroica hatte mit Dominant 34 lange Jahre ein erstklassiges S-Dressurpferd im Turniersport (Sieger bis lntermed., Gewinnsumme über 40.000 DM). Darüberhinaus war sie eine rechte Schwester des Utrillo, der in Schweden zum Stempelhengst und führenden Sportpferdemacher avancierte; aus einer Vollschwester wurde der in Hessen sehr populäre Dillenburger LdB Rinaldo gezogen.

Eigenleistung:
Parademarsch war schon als Fohlen eine herausragende Erscheinung gewesen und wurde zwei Jahre darauf Reservesieger seiner Körung 1986. In der Hengstleistungsprüfung empfahl er sich als hochklassiges Sportpferd.

Vererbung:
Seine ersten Fohlen hatten einen hervorragenden Eindruck hinterlassen; folgerichtig erhielten 1990 gleich vier seiner Hengstanwärter die Zulassung zur Körung, von denen zwei gekört werden konnten und als LdB nach Moritzburg und Zweibrücken wechselten. Auf der westfälischen Fohlenauktion 1989 hatte Parademarsch I sogar das Spitzenfohlen (27.500 DM) stellen können.